Chris Palatinus wurde an der Generalversammlung vom 30. November zum neuen Chef Leistungssport gewählt und wird Daniel Steingruber ersetzen.
Chris hat an der ETH Turn- und Sportlehrer studiert, hat diverse J+S Ausbildungen hinter sich und ist J+S Experte Baseball/Softball, war schon einmal Coach der Nationalmannschaft und zuletzt als Speaker an der Baseball EM 2013 tätig. Weiter hat er für den Verband diverse Systeme (wie Spielplan oder EasyScore) entwickelt und arbeitet heute als IT-Berater.
Wir haben mit Chris Palatinus ein kurzes Interview zu seinem neuen Amt geführt.
SBSF: Im neuen Jahr wartet eine neue Aufgabe auf Dich als Chef Leistungssport, was sind die Projekte und Aufgaben die auf Dich warten?
CP: Ich versuche mich in erster Linie um die Belange der Nationalmannschaften zu kümmern, denn dort geht es mit den Wintertrainings bald los als Vorbereitung für die U15 und U18 EMs nächstes Jahr. Ein erstes grosses Projekt wird sein ein durchgängiges und allumfassendes Konzept für die Leistungsbewertung und Kriterienerstellung für die Auswahl von potentiellen Nationalmannschafts-Spielern und Spielerinnen zu erstellen. Dabei geht es darum, dass wir klare Messkriterien erstellen, umsetzen und als Argumentation für eine Nomination oder Nichtnomination nehmen können. Dies ist auch im Hinblick auf eine gute Bewertung seitens Swiss Olympic nötig um in einem nächsten Schritt an wichtige Fördergelder zu kommen.
SBSF: Das Jahr nach der EM steht an, wo kann und soll der Baseball und Softball Sport in den nächsten Jahren hingehen?
CP: Baseball muss ganz klar in die Breite wachsen. Der Verband wird in den nächsten Wochen und Monaten verschiedene Aktivitäten wie Beeball oder den Nationalen Schüler Baseball und Softballtag lancieren um an noch mehr Jugendliche zu gelangen und sie für Baseball zu begeistern. Wenn wir die Basis verbreitert haben können wir über Spitzensport reden und unsere Ambitionen Richtung A-Pool und Europaspitze lenken.
SBSF: Wo stehen die National Teams in den nächsten Jahren, wie siehst Du das Potenzial für Erfolge?
CP: Für den nächsten Baseball EM-Qualifier 2015 kann es nur ein Ziel geben, nämlich erster Platz und Aufstieg in den A-Pool. Dass wir dieses Jahr an der Heim-EM gescheitert sind, gibt es mehrere Gründe, die wir gründlich analysiert und entsprechende Massnahmen in die Wege geleitet haben. Da die Gründe shr wenige und klar erkennbare sind, glauben wir, dass wir diese ausmerzen können und für den nächsten Qualifier entsprechend gewappnet sind.
Im Bereich Softball soll ähnlich dem Heerenschürli ein Nationales Trainingszentrum geschaffen werden um auch den Damen optimale Infrastrukturen zu schaffen und den Sport auch für Mädchen und Frauen attraktiver machen.
Im Bereich Nachwuchs werden wir dieses Jahr die U15 und die U18-Mannschaften an die Europameisterschaften entsenden. Für diese ist eine fundierte Grundlagenausbildung essentiell und wird durch verschiedenste Massnahmen auch sichergestellt.
SBSF: Der Nachwuchs ist immer wieder ein Thema, was kommt nach in der Baseball und Softball Schweiz?
CP: Aufgrund verschiedenster Faktoren können die Vereine nicht die gewünschte Anzahl von Junioren rekrutieren die sie gerne hätten. Dies ist eine Tatsache, die aber auch regional unterschiedliche Gründe hat, weswegen wir nicht von einem Konzept reden können, sondern das Problem individuell pro Verein und Region anschauen müssen. Ganz klar ist aber, dass viel Potential herumliegt und wir alle, der Verband und die Vereine, gefordert sind am Ball zu bleiben. Der Nachwuchs ist das wichtigste Gut dass der Sport besitzt und leider wird das oft vernachlässigt oder falsch angepackt. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Vereine in Zukunft, auch dank der Unterstützung von entsprechenden Spezialisten aus dem ZV und anderen Gremien, mit viel Nachwuchs rechnen werden können.
SBSF: Wir wünschen Dir in Deiner neuen Aufgabe viel Erfolg.












