Ringen behält bei den Spielen 2020 und 2024 seinen Status als olympische Sportart. Die 125. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vergab in Buenos Aires den letzten freien Platz im Programm an den Traditionssport. Ringen setzte sich mit 49 von 95 abgegebenen Stimmen vor den Mitbewerbern Baseball/Softball und Squash durch.
Keine Berücksichtigung trotz emotionalem Auftritt
Mit einem Schwarz-Weiß-Film über die amerikanischen Legenden Babe Ruth und Lou Gehrig und einem Appell von Fidel Castros Sohn Antonio hat der Weltverband für Baseball und Softball (WBSC) für die Rückkehr ins olympische Programm gekämpft.
“Wir sind der beliebteste Sport der Welt, der nicht olympisch ist”, sagte Antonio Castro bei der Abschlusspräsentation der kombinierten Bewerbung am Sonntag in Buenos Aires. “Baseball ist nicht nur ein Sport, sondern auch ein Geschäft und es ist eine Kultur”, sagte Castro Jr. Selbst die U-12-WM habe 90.000 Zuschauer angelockt. Baseball und Softball wurden vom IOC 2005 ausgemustert. Bei den Peking-Spielen 2008 waren sie zum letzten Mal dabei. Der Internationale Baseball- und Internationale Softball-Verband schlossen sich im Vorjahr zusammen, um die Chancen für ein Olympia-Comeback zu verbessern. Geplant waren Olympia-Turniere mit je acht Mannschaften im Baseball und Softball. Beide Turniere sollten je sechs Tage dauern und auf dem gleichen Platz gespielt werden.
Knapp zwei Stunden nach der Ansprache von Antonio Castro entscheid sich das IOC gegen Baseball und Softball. Hauptkritikpunkt des IOC an der Bewerbung war die fehlende Zusage der nordamerikanischen Profiliga Major League Baseball, seine Saison für die Spiele 2020 zu unterbrechen und alle Topstars nach Tokio zu schicken.











